VITA

Lebenslauf


Name: Werndl
Vorname: Maximilian, Wilhelm
Nickname: Pegasus
Geboren: 15. Januar 1988 in Rosenheim
Familienstand: ledig
Wohnhaft: Asternstraße 9, 83101 Thansau
Eltern:
Vater: Thomas Werndl
Dipl. Ing. (FH), Fb Holztechnik, Dipl. Wirtsch. Ing. (FH)
Mutter: Annette Werndl, geb. Geiger
Dipl. Ing. (FH), Fb Innenarchitektur
Geschwister:
Anna Eva Werndl
Michael Friedrich Werndl
Schulausbildung:
1992-1994 Kindergarten Fraßdorf (Landkreis Rosenheim)
1994-1998 Grundschule Thansau (Landkreis Rosenheim)
1998-2004 Gymnasium Raubling (Landkreis Rosenheim)
2004-2007 Finsterwalder Gymnasium Rosenheim
Leistungskurse:
Kombination Physik/Sport
Facharbeit aus dem Fach Sport mit dem Thema:
"Training koordinativer Fähigkeiten im Fußball und alpinen Skilauf"
29.06.2007 Erhalt des Zeugnisses für die allgemeine Hochschulreife
15.10.2007 Beginn Studium Bauingenieurwesen TU München
Besondere außerschulische Aktivitäten:
Seit 1998 professioneller Motorsport
Rennserien:
ADAC Deutsche Kadettenkartmeisterschaft 2000 (Vizemeister)
ADAC ICA Juniorenkartmeisterschaft 2001
Südbayrische Trial Meisterschaft 2003
ADAC VW Polo Cup 2004; 2005
MINI CHALLENGE 2006; 2007

„Fertig machen und Melone aufsetzen!“


Die Geschichte der motorsportlichen
Karriere von Maxi Werndl

Es war an einem wunderschönen Sommermorgen im Jahre 1997, als Maxi Werndls Vater (Thomas Werndl) mit ihm (Maxi Werndl (9)) und seinen Geschwistern (Anna (11) und Michael Werndl (6)) zum Einkaufen in die Stadt fuhr. Schon immer interessierte sich der kleine Maxi für Technik, Raumschiffe und Autos. Aber die Autos die er gewöhnlich sah, waren noch zu groß für ihn. Doch an diesem Morgen führte sie der Weg am großen Parkplatz des Kettner-Werkes vorbei, auf welchem der MCR (Motorsport Club Rosenheim) Kart-Slalom trainierte. Als Thomas Werndl dann etwas später den leuchtenden Augen seiner beiden Söhne nachgab, fuhr er mit ihnen und dem Einverständnis seiner Frau (Annette Werndl) eine Woche darauf zum ersten Karttraining auf den Kettnerparkplatz. Dies war der Anfang der Motorsportlichen Karriere von Maxi Werndl. Schon bald nahm er an seinen ersten Slalom-Rennen auf dem HZ-Parkplatz in Rosenheim Teil und driftete vergnügt mit Papas BMW auf verschneiten Parkplätzen. Bis schließlich der MCR mit seinen Slalomfahrern einen Ausflug auf die Rundstrecke nach Garching bei München machte. Denn als Maxi Werndl seine erste Runde auf der Rennstrecke drehte, wusste er, dass er nie wieder durch Pylonen fahren möchte. Denn das Bessere ist nun mal des Guten Feind. Dennoch gab es ein Problem: Ohne Kart macht auch die Rennstrecke keinen Spaß. So kam es zu einem Deal zwischen Vater und Sohn, welcher diesen Wunsch nur unter einer Bedingung erfüllte: Maxi musste das Übertrittszeugnis für die Zulassung zum Gymnasium bestehen. Da schulische Leistungen des damaligen Dreierschülers hauptsächlich eine Frage der Motivation waren, schrieb er von dort an nur noch Einser. Als schließlich beide ihr Wort hielten, konnte man sie ab 1998 wöchentlich in Garching antreffen. Ein Paar Wochen später leistete sich auch Thomas Werndl ein Getriebekart, was die väterlichen Fahrdienste versüßte. Im Sommer 98 kam eine weitere wichtige Figur ins Spiel: Michel Longin. Ihre Wege kreuzten sich das erste Mal auf der Kartstrecke in Ampfing, als man zusammen mit der Familie Mauritz, deren Sohn Matthias Mauritz zu diesem Zeitpunkt ein sehr erfolgreicher Kartfahrer war, trainierte. Thomas überließ seinen Sohn an diesem Tag der Betreuung des Mechanikers von Matthias Mauritz – Michel Longin. Die ersten Wortwechsel Zwischen ihm und Maxi Werndl ließen beide den jeweils anderen Charakter genau zuordnen: ML: „Hey, dein Sitz ist ja total locker! Wie kannst du denn so fahren?“ MW: „Ach, der hält doch noch. Wackelt hat ein bisschen.“ ML: „Der wird jetzt festgeschraubt. Das geht doch so nicht.“ MW: „Warum denn? (du musst ja nicht drin sitzen!)“ ML: „solange ich dein Kart betreue, sind die Schrauben fest.“ So wusste Michel, dass der Maxi ein kleiner verträumter „Hobbyfahrer“ war und Maxi wusste, dass Michel ein professioneller, kompromisslos gründlicher Mechaniker war. Doch schon bald sah Michel, dass Maxi ehrgeiziger und schneller wurde. Nach weiterer Zusammenarbeit und einem vierten Platz beim Renndebut als Gaststarter in der deutschen Kadettenkartmeisterschaft 1999, beschlossen Annette, Thomas und Maxi Werndl an der darauffolgenden Saison professionell Teil zunehmen. Für dieses Projekt konnten sie Michel Longin als Mechaniker für sich gewinnen. Im Jahr 2000 wahren Maxi und Michel zwischen März und Oktober nahezu jedes Wochenende zusammen unterwegs und errangen auf Anhieb unter dem Teamnamen „Go Cats!“ den deutschen Viezetitel in der Kadettenklasse. In der darauffolgenden Saison 2001, aufgestiegen in die ICA jun.-Klasse, wendete sich jedoch das Blatt: Nach einem perfekten ersten Rennwochende und dem Zweiten Rang in der Tabelle geschah der bisher schlimmste Unfall der Karriere von Maxi Werndl. Bei einem Massenunfall in Teningen (Freiburg) flog dem jungen Rennfahrer ein in die Luft katapultiertes Kart auf den Kopf, sodass dieser mit einer schweren Gehirnerschütterung und dem Verdacht auf Wirbelverletzungen ins Krankenhaus geflogen wurde. Glücklicherweise blieb es bei starken Prellungen des Hals- und Lendenwirbelbereiches. Doch acht Wochen später wurde nach einem erneuten Unfall mit Schlüsselbeinbruch von den Erziehungsberechtigten entschieden diesen Sport einzustellen. So war es vorerst vorbei mit dem Traum und den damit verbundenen „großen Zielen“. Jedoch erkannte Maxi Werndl nach einem kompletten Jahr 2002 ohne Motorsport, dass er ohne ihn nicht kann. Also versuchte man es 2003 mit Trial-Motorrad, wo er sich anfangs wacker schlug, jedoch wusste, dass er vier Räder bräuchte. Wie sehr das Team zusammengeschweißt war, sah man an der Tatsache, dass sowohl Thomas Werndl, als auch Michel Longin (inzwischen Firmpate von Maxi Werndl) ihren Schützling motorsportlich in jeder Hinsicht unterstützten. Also entschied man sich, den Rennsport erneut aufzunehmen, aber nicht mehr Kartsport. Da er nun das Mindestalter für den Automobilsport erreicht hatte, nahm er mit 15 Jahren an der Sichtung des ADAC VW Polo Cups teil und wurde prompt genommen. Doch nach zwei eher durchwachsenen Polo Cup Saisonen 2004 und 2005, verließ Maxi Werndl der Mut zum Weitermachen. Bis er einen Mann kennen lernte, der alles änderte: Stefan Krinninger, ein erfahrener Rennmechaniker, der in Professionalität, Gründlichkeit und Kompetenz unübertroffen ist. Maxi Werndl lernte ihn kennen, als sie sich Ende 2005 bei Stefan Krinninger zum testen am Salzburgring einmieteten und spürte sofort eine gewisse Sympathie. Denn aufgrund der Wortkargheit von Stefan Krinninger fand er einen Verbündeten, da er sich ebenfalls gerne kurz fasste. Als Maxi ein paar schnelle Runden gedreht hatte, klopfte Stefan dem Maxi auf die Schulter: „Brav!“ Ein Lob hatte Maxi Werndl schon lange nicht mehr bekommen. Dies ließ seinen Ehrgeiz wieder aufflammen, sodass er bei einem Gaststart in der Touring Car Challenge Austria mit dem Team Aquila und dessen Teamchef Stefan Krinninger aufs Podest fuhr. Anschließend versuchte man mit Stefan Krinninger gemeinsam Pläne für die Zukunft zu schmieden, welche jedoch jedes Mal ins Wasser fielen. Als man schon aufgegeben hatte und Maxi Werndl eine motorsportliche Wüste 2006 vor sich sah, klingelte im Februar 2006 bei Werndls das Telefon: „Hallo, Walter Lechner mein Name, von der Firma Lechner Racing aus Salzburg. Wir suchen noch einen jungen Fahrer für unser zweites Cockpit in der MINI CHALLENGE. Ein Bekannter namens Stefan Krinninger verwies mich dabei auf ihren Sohn, Maxi Werndl. Hat er diese Saison schon was vor?“ So kam es, dass zwei junge Profirennfahrer Robert und Walter Lechner, zusammen mit Stefan Krinninger, den 18-jährigen Rosenheimer in ihre Schule aufnahmen, der schon einige Topfahrer entsprungen sind. Mit viel Geduld und Gefühl wussten sie ihre pädagogischen Erfahrungen einzusetzen und formten den Maxi Werndl Stück für Stück. Dieser lernte viel von dem immensen Know-how der Lechner-Brüder und wurde immer schneller. Schon an seinem zweiten Rennwochenende gewann er am Nürburgring im Rahmen der Formel eins sein erstes Rennen in der MINI CHALLENGE. Letztendlich wurde Maxi Werndl der dritte Gesamtsieger der MINI CHALLENGE 2006. Aufgrund des unerwartet großen Erfolgs, beschloss man eine zweite Saison MINI CHALLENGE zu fahren, um noch weitere Erfahrungen zu sammeln und später aufzusteigen. 2007 gewann er gleich am ersten Rennwochenende in Hockenheim (DTM Auftakt). Es stehen große Ziele in der Zukunft bevor. Viel Arbeit und Training wartet auf den mittlerweile 19-jährigen Maxi Werndl. Und nun ist Konzentration und Höchstleistung angesagt, wenn es wieder heißt: (Walter Lechner) „Fertig machen und Melone aufsetzen!“

Maxi Werndl




Lebenslauf
Download PDF



Fertig machen und Melone aufsetzen
Download TXT